Als Oscar Romero 1977 zum Erzbischof von San Salvador berufen wurde, war die politische Situation El Salvadors durch starke Repressionen gegen Arbeiter, Bauern und Teile des Klerus seitens des Militärs und der rechtsgerichteten Oligarchie geprägt.
Der als konservativ geltende Romero sollte als traditionalistischer Repräsentant der Kirche ein gutes Einvernehmen mit der Regierung garantieren.Doch die Brutalität der Militärs und die große Not und Armut der Landbevölkerung bewirkten eine deutliche Positionierung des neue Erzbischofs:
Seine besonderen Schlüsselerlebnisse dabei waren zum einen das am 28. Februar 1977 von Militärs und Sicherheitskräften verübte Massaker an Demonstranten, die sich auf der "Plaza Libertad" (Platz der Freiheit) versammelt hatten, um gegen den Betrug bei den Präsidentschaftswahlen zu protestieren, zum anderen die Ermordung des Jesuitenpaters Rutilio Grande und zweier seiner Begleiter am 12. März 1977.