Rund drei Jahre lang bemühte sich der Oscar-Romero-Initiativkreis um eine Oscar-Romero-Straße in Bonn, um dem ermordeten Bischof von San Salvador ein würdiges Denkmal zu setzen. Nachdem mit der Stadt Bonn über mehrere geeignete Straßen diskutiert wurde, konnte sich der Initiativkreis für folgende Lösung erwärmen: die Thomastraße, die sich an die Rabinstraße anschließt, wird in dem Teilstück zwischen Rabinstraße und Viktoriabrücke - an dem auch das Oscar-Romero-Haus liegt - in Oscar-Romero-Straße umbenannt.
Die Bezirksvertretung Bonn folgte dem Bürgerantrag des Oscar-Romero-Initiativkreis und beschloss die Umbenennung zum 1.07.2000 auf ihrer Sitzung am 10.08.1999 mit den Stimmen der rot-grünen Mehrheit. Nach der Kommunalwahl nahm eine neue Mehrheit aus CDU, FDP und Bürgerbund diesen Beschluss zurück - es sollte eine würdigere Straße für Oscar Romero im neuen Nord-Süd Campus gefunden werden. Bis heute sind jedoch zwei Fragen offen geblieben: 1. An welche Straße(n) wird hierbei gedacht? und 2. Wann soll eine Umbenennung erfolgen? Der Vorschlag der CDU, die Heussallee 2-10 (Tulpenfeld) nach Oscar-Romero zu benennen, stieß leider nicht auf die Zustimmung der Allianz, die Eigentümerin der Fläche ist.
Negativer Schlusspunkt war der Vorschlag des Bezirksvorstehers Michael Salitter, einen Teil der Spessartstraße (nördlich der Innenstadt) nach Oscar Romero zu benennen. Eine Straße, die hauptsächlich von Müllcontainern "geziert" wird, ist wohl kaum der richtige Ort, um Oscar Romeros zu gedenken.
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