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".... und der Welt Müll sind"
Zu den Protesten der von der Zwangsrückführung bedrohten Roma in Düsseldorf

Bild:Roma im Zeltlager im Essener Stadtteil Schonnebeck
Zeltlager der Roma in Essen

Hintergrund: Seit dem 27. April 2002 sind von ihrer drohenden Zwangsrückführung ins ehemalige Jugoslawien bedrohte Roma mit ihrem Protestzug auf einer Reise quer durch die Republik, um die Öffentlichkeit und Politik auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Der Auslöser für diesen Protest war die Abschiebung von Semseddin Dermiri aus Essen im April diesen Jahres. Er wurde ohne Vorankündigung von der Polizei abgeholt und fand sich ohne seine Familie einige Stunden später in Belgrad wieder. Diese Form von Abschiebung hat unter den Roma in Essen Panik ausgelöst. Spontan wurde ein Zeltlager im Essener Stadtteil Schonnebeck errichtet. 500 Familien aus NRW versammelten sich dort, um auf ihre katastrophale und auswegslose Situation hinzuweisen. Denn die Rückführung der Roma in das Gebiet des ehemalige Jugoslawiens würde lebensbedrohliche Auswirkungen auf diese Minderheit haben.

Laut UN-Flüchtlingshilfswerk, Pro Asyl, der Gesellschaft für bedrohte Völker und anderer Menschenrechts- und Hilfsorganisationen kann kein Schutz vor Angriffen seitens der Bevölkerung und vor Misshandlungen und Schikanen durch die Polizei garantiert werden. Über 100.000 Roma sind seit Juni 1999 unter den Augen der NATO durch UCK-Terror aus dem Kosovo vertrieben worden. Zugang zu Bildung, Arbeit, Gesundheitswesen, Wohnung etc. bleibt dieser Minderheit in der Regel verwehrt. Sie werden abgelehnt und das bekommen sie in jeder Lebenslage zu spüren - sie haben keinerlei Zukunftsperspektiven, falls sie abgeschoben werden. Die meisten von ihnen haben sich hier in Deutschland integriert, die Kinder gehen hier zur Schule und haben nur hier eine Ausbildungschance. Auch die Familien, deren Kindern in Deutschland geboren wurden, hier in die Schule gehen und nie im ehemaligen Jugoslawien waren, sollen abgeschoben werden.

Allein in NRW sind rund 10.-15.000 Roma von der Zwangsrückführung betroffen, schätzt Dzoni Sichelschmidt, der Sprecher des Centre of Integration, Affirmation and Emanzipation of the Roma in Germany (CIAER-Roma-Union). Er macht klar, dass die Roma auch "gegen die herrschenden Vorurteile gegen die Roma, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, demonstrieren. Die Klischees von kriminellen Roma sind nun über 500 Jahre alt."

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