Anlässlich des Klimagipfels in Bonn gründete sich eine lokale Gruppe des internationalen Klima-Netzwerkes "risingtide", in der auch Bewohner des Oscar-Romero-Hauses aktiv waren, um die Planung der Proteste in die Hand zu nehmen.
Der Keller des Oscar-Romero-Hauses wurde zu einem Informations- und Treffpunkt umfunktioniert. Die Protestierer konnten sich dort über Schlafmöglichkeiten, die Stadt und die Aktivitäten der nächsten Tage informieren. Im Garten entstand eine Fahrradwerkstatt, in der in den nächsten Tagen Dutzende von alten Fahrrädern restauriert wurden, um für die nötige Mobilität der Aktivisten zu sorgen. Daneben wurde auch der Dachboden des Hauses als Schlafplatz genutzt, unter anderem für die Leute, die im "Indimedia-Center" in der Altstadt aktiv waren. Nicht zu vergessen die Bands des "risingtide-Festivals", die im Haus Übernachtung und Essen bekamen.
Die Mühe dieser zwei Kongresswochen hat sich gelohnt. Mit mehreren sehr bunten und kreativen Demonstrationen und Einzelaktionen kamen die Protestler immer wieder positiv in die Medien, um auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen. Diese gingen von einer Verschärfung des Kyoto-Protokolls bis hin zur totalen Ablehnung des Kyoto-Prozesses. Haltungen, die auch bei Veranstaltungen auf unserem Dachboden heiß diskutiert wurden.
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