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Schmuck-Bild Leben im Romero-Haus

Leben, arbeiten und feiern im Oscar-Romero-Haus

Foto-Collage: Blick in die Heerstraße, Bewohner des Oscar-Romero-Haus beim Aufstellen eines Basketballkorbes und beim Feiern.
Leben, arbeiten und feiern im Romero-Haus

Leben: Wer zu alternativ für Daily Soaps ist, auf die kathartischen kleinen Dramen und Verstrickungen des Alltags jedoch nicht verzichten möchte, für den/die ist das Leben im Oscar-Romero-Haus genau das Richtige. Hoffnung, Enttäuschung, Glück, Streit, Liebe, Schmerz, Träume, Freundschaft, hochfliegende Pläne, große Projekte - all das und noch viel mehr gibt es hier unter einem Dach, aufgeteilt in zwei wunderbare Wohngemeinschaften.

Arbeiten: Schock: Autonome im Oscar-Romero-Haus! Als Bewohnerinnen und Bewohner eines selbstverwalteten Hauses (gr. Autonomie - Selbstbestimmung, Selbstverwaltung) tragen wir eine besondere Verantwortung. Zwar ist es nicht teuer, hier zu wohnen, andererseits auch unsere eigene Sache dafür zu sorgen, dass das Haus nicht auseinander fällt. Das bedeutet, dass manchmal einfach angepackt werden muss - sei es auf dem hauseigenen Kinderspielplatz oder bei der anstehenden Fassadenrenovierung. Und wie so oft im Leben liegen auch bei der Selbstverwaltung Freud und Leid eng beieinander: Was einerseits große Chancen zur Gestaltung der eigenen Angelegenheiten bietet, kann auch enttäuschend sein, wenn wichtige Dinge nicht erledigt werden. So macht man immer wieder die interessante Erfahrung: es kommt auf jede/n selbst an.

Feiern: "Die Revolution kennt keine Pinkelpausen!" - Dieser alte Schlachtruf gilt im Oscar-Romero-Haus nur noch bedingt. Hin und wieder brauchen auch wir etwas Erholung und Entspannung, kurz: eine Party. Da ist es natürlich wunderbar, einen Partykeller im eigenen Haus zu haben. Und sogar der hat einen politischen Hintergrund: denn wo heute das Haus gerockt wird, waren früher Gefängniszellen, die unter anderem von den Nazis benutzt wurden (Geschichte). Manche finden das pietätlos, wir sehen's positiv: wenn Räume (hier wörtlich zu verstehen), die einst der Repression dienten, für ein freies und selbstbestimmtes Leben besetzt werden, ist das doch wohl ein Grund zum Feiern, oder?

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