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Schmuck-Bild Geschichte des Hauses

1933-1945 Schreckenszeit im Nationalsozialismus

Foto: Oscar-Romero-Haus
Keller des Oscar-Romero-Haus

Ab dem 1. April 1933 nutzte die NSDAP das Haus an der Viktoriastraße. Allerdings liegt erst für Oktober 1934 ein Mietvertrag vor. Obwohl das Liegenschaftsamt die Miete auf 180 DM monatlich festgelegt hatte, zahlte die SS nur eine Anerkennungsgebühr von 15 DM pro Monat.

Das alte Gefängnis wurde zu einem der gefürchteten "wilden KZ's", die es 1933 überall im Reichsgebiet gab. Für viele Bonner und Bonnerinnen wurde in dieser Zeit das Haus ein Ort des Grauens. Es liegen zahlreiche Aussagen von Männern und Frauen vor, die in der SS-Kaserne festgehalten, gefoltert und verhört wurden. So wurde am 11. Juli 1933 der Beuler Kommunist Josef Messinger zu Tode gefoltert.

Im Zuge der planmäßigen Vorbereitung eines Krieges wurden geeignete Räume zu Luftschutzräumen ausgebaut; Luftschutzübungen wurden für die Bonner zur Pflicht. Auch in dem ehemaligen Kantongefängnis wurden seit 1938 in dem älteren, von 1869 stammenden Teil insgesamt 4 Räume zu öffentlichen Luftschutzräumen (ÖLSR) umgebaut.

Die Ausschilderungen des Bunkers sind noch heute im Keller zu sehen. 1938 zog die Technische Nothilfe (TN), eine Vorläuferorganisation des Technischen Hilfswerks, in das Haus ein und übernahm seit 1940 die Verwaltung des Hauses. Schließlich zog 1943 auch noch die bisher in der Mädchenschule in Endenich untergebrachte Abteilung der Luftschutzpolizei in das Gebäude Viktoriastraße 27 ein, die die Luftschutzräume noch einmal verbesserte. Bei den Bombardierungen Bonns wurde das Haus erheblich beschädigt.

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