"Bei der heutigen Besichtigung Viktoriastr. No. 27 Bes. (Besitzer, d.Verf.) habe ich folgendes festgestellt: Das Dach ist undicht und läßt Wasser durch bis zum 2 Obergeschoß. Es fehlen Fenster und Türen sowie Decken und Wandputz. Ein Kamin kann benutzt werden, alle anderen Kamine sind verstopft. Die Klosettanlagen können teilweise nicht benutzt werden. Das Haus ist vor einer Instandsetzung unbewohnbar. Ausgenommen im Erdgeschoß wohnt eine Familie und der Einreißtrupp. Gez. Sauer."
Angesichts der großen Wohnungsnot war dies aber offenbar kein Hinderungsgrund, die Räume bis zum 1. Obergeschoß zu vermieten, bzw. obdachlos gewordenen Familien zu überlassen. Immerhin bis 1962 wurde das Haus in dieser Weise genutzt, seit 1963 dann nach einigen Renovierungen aber als Ausweichquartier und Notwohnungen für "zahlungssäumige Mieter".
Zu den wenig planvollen Bautätigkeiten der frühen Nachkriegszeit gehört auch der Anbau eines Eckhauses einschließlich eines Biergartens, das aber bereits nach kaum 15 Jahren wieder wegen der Verbreiterung der Rheinuferbahntrasse abgerissen wurde....
