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Schmuck-Bild Geschichte des Hauses

1869-1894: Kreis-Cantongefängniß

Am 12. Januar 1869 konnte das neue Gefängnis in der damaligen Viktoriastraße bezogen werden. 1878 wurde das Gefängnis nach Westen hin um einen Trakt erweitert. In dem Erweiterungsbau war auch ein "geeigneter Raum für eine Kapelle" vorhanden. Damit war eine wichtige Grundlage für die regelmäßige Gefängnisseelsorge geschaffen.

Die Gefangenen, die im Kreis-Cantongefängnis einsaßen, waren in der Regel von den Polizeigerichten abgeurteilt worden. Ihre Vergehen fielen in den Bereich der Übertretungen, die mit einer Höchststrafe von 6 Wochen geahndet werden konnten. Mehr als zwei Drittel der Häftlinge waren wegen Landstreicherei und Bettelei verurteilt, der Rest saß wegen Schulversäumnis (ihrer Kinder) und Wald- und Forstfrevel ein.

Durch einige Spenden war im Cantongefängnis auch eine Bibliothek entstanden. Titel wie "Der Branntwein, des Satans Blut", "Lange Buße für schnelle That" oder "Geld ist des Teufels Helfer" lassen auf die moralisierende Absicht dieser Bibliothek schließen..

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