Anfang der siebziger Jahre sollte das Haus abgerissen werden. Doch unter der Leitung des damaligen Studentenpfarrers Martin Huthmann wurde das Haus unter der Trägerschaft des Hilfswerks der katholischen Studentengemeinde von Studierenden und einigen Helfern renoviert und umgebaut.
1982 kaufte der neugegründete "Förderkreis Oscar-Romero-Haus e.V." das Gebäude. Nachdem ursprünglich drei Wohngemeinschaften dort lebten, beherbergt das Haus, das seit 1983 den Namen Oscar Romeros trägt, noch zwei Wohngemeinschaft sowie die Büros der Initiative Kirche von unten (IKvu) und der Info-Stellen Lateinamerika (ila), El Salvador und Guatemala.
Seit den siebziger Jahren verfolgen die Bewohner des Hauses verschiedene Projekte. Ob Friedensbewegung zu Anfang der achtziger Jahre, ob ökologische Umgestaltung des Hause Ende der achtziger Jahre, ob "Totalverweigererkollektiv" zu Zeiten des Golfkrieges 1990 oder die Aufnahme von Flüchtlingsfamilien aus Bosnien im Haus Mitte der neunziger Jahre – die Projekte des Hauses standen immer im Bezug zu ihrer Zeit, und nicht selten widersprachen sie dem herrschenden Zeitgeist.
